Trans*-Gruppe

Eine Selbsthilfegruppe für alle, die ihr bei der Geburt zugeordnetes Geschlecht als nicht bindend empfinden und deren Partner. Es soll für alle eine Hilfe sein; für ein lebenswerteres Leben.

In dieser Gruppe bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe und pflegen regen Gedankenaustausch. Aber auch für Angehörige und Interessierte bieten wir Hilfe und Informationen. Wir laden Ärzte, Psychologen und andere Entscheidungsträger zu Gesprächen ein. Wir informieren gerne über Möglichkeiten und Behandlungsmethoden. Es ist ein langer und beschwerlicher Weg. Für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft und um die Lebensqualität für Transgender zu verbessern, auch dafür steht diese Selbsthilfegruppe.

Treff: Jeden 1. Freitag im Monat ab 16:00 Uhr

im rat+tat Rostock e.V., Leonhardstraße 20, 18057 Rostock

Trans*?

Wer für sich erkannt hat, dass er entgegen dem eigenen biologischen Geschlecht empfindet, steht vor den Problemen: Wie geht es weiter? Was kann ich tun? Wo finde ich Hilfe?

Die Gesellschaft, Familie und Freunde haben meistens damit ein größeres Problem als die Transgender. Warum empfinden sie so? Das ist die am meisten gestellte Frage, aber sie verstehen es selber nicht. Warum fühlt eine Frau/ein Mann wie eine Frau/ein Mann? Wer im richtigen Körper geboren wurde, stellt sich diese Frage natürlich nicht, für sie ist der eigene Körper kein Gefängnis. Transgender sind nicht daran Schuld, dass sie so empfinden. Sie können nicht anders, sie möchten ihr Empfinden dem ihres Körpers anpassen, was aber zum Scheitern verurteilt ist. Es kommt zum Verdrängungsprozess, der über Jahre dauern kann. Nach dem Motto: Was nicht sein kann, das nicht sein darf. Das führt zu einem Leidensdruck welcher über die Jahre stetig anwächst. Begleitet von depressiven Phasen, mit mehr oder weniger starken Suizidgedanken. Einige flüchten sich in Abhängigkeiten, wie Drogen, Alkohol oder als Workaholiker.

Transgender erhoffen sich Verständnis für ihre Lage, auch oder gerade von Ärzten, doch ist dies leider nicht selbstverständlich. Sie benötigten Hilfe und Verständnis für ihre Lage, stattdessen bekommen sie das Gefühl vermittelt, dass für sie kein Platz in der Gesellschaft ist. Es erscheint notwendig, etwas dagegen zu tun und die Gesellschaft für diese Thematik zu sensibilisieren, um so dazu beizutragen, die Lebenssituation für Transgender zu verbessern. Es sind Menschen, wie du und ich, sie möchten ein Leben in ihrem gefühlten Geschlecht führen und nicht diskriminiert, margalisiert und drangsaliert werden.

Menschen bei denen beide Geschlechtsanlagen vorhanden sind, werden als Intersexuell eingestuft. Im Volksmund auch Zwitter genannt. Zwischen den Geschlechtern zu stehen, manchmal nicht wissend wohin sie gehören, ist sehr belastend. Bei der Geburt wird festgelegt um welches Geschlecht es sich handelt. Wenn es nicht eindeutig ist, sind die Eltern gefragt. Aber gleich nach der Geburt hier das Geschlecht festzulegen, führt sehr oft zu Fehlentscheidungen. Besser wäre es wenn die Geschlechtszugehörigkeit selber entschieden wird. Auch hier ist ein Umdenken erforderlich, Kinder kommen besser mit ihrer Situation zurecht als Eltern und Ärzte. Wenn aber gleich nach der Geburt das Geschlecht festgelegt wird, oftmals auf Drängen von Ärzten, kann dies zu schweren psychischen Störungen führen.

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Gleiche Chancen für alle. Transidentität in Deutschland 1998/1999 (Book on Demand) (Taschenbuch)
Der Aufbau des Buches ist so angelegt, dass jedes Kapitel für sich allein stehen könnte. Nach der Einführung, in der ich zur Entstehung des Buches und seinem inhaltlichen Aufbau etwas sage, folgen sechs Kapitel und ein Anhang mit wichtigen Gesetzestexten und Grundsatzurteilen. - Im Kapitel 1 beleuchte ich die kulturelle, soziale und erzieherische Ausgangssituation in der Transidenten aufwachsen und die sich daraus ergebenden Probleme. - Das Kapitel 2 zeigt rechtliche und medizinische Möglichkeiten, auch an praktischen Beispielen auf, um eine möglichst "gesunde" Entwicklung zu gewährleisten. - Kapitel 3 behandelt Möglichkeiten und Grenzen der psychologischen Begleitung. - Im Kapitel 4 gehe ich, was bisher in Deutschland nicht veröffentlicht wurde, auf die Problematik von Transidentität bei Kindern ein. - Kapitel 5 beleuchtet die "Spielregeln" im Rahmen der heutigen gesetzlichen und medizinischen Möglichkeiten. - Das abschließende Kapitel 6 ist der Entwurf von "Standards of Care", der im Gegensatz zu bisherigen Veröffentlichungen vor allem auch die sozialen Aspekte des Lebens mit berücksichtigt.