Ein kurzer Abriss der Geschichte unseres Vereins

Am 2. März 1990 war es soweit: Rund 100 Schwule, Lesben, Trans* trafen sich im damaligen „Haus der Armee“ (Ständehaus, heute Sitz des Oberlandesgerichts), um die neu erworbene Freiheit zu nutzen und möglichst schnell auf Vereinsebene für Akzeptanz und Gleichheit der Schwulen und Lesben einzutreten. Und dass wir eine der ersten Vereine in Rostock überhaupt waren, zeigt die Tatsache, dass wir unter der Nr. „6“ ins Vereinsregister eingetragen wurden.

Hervorgegangen ist der Verein aus dem „Arbeitskreis Homosexualität bei der Evangelischen Studentengemeinde“. Dieser Arbeitskreis wurde bereits im Mai 1985 in der Petri-Kirche gegründet. Alle 14 Tage wurden durch den Arbeitskreis Veranstaltungen für Lesben und Schwule durchgeführt.

Büroräume konnten im damaligen „Haus der Demokratie“ (heute IHk) eingerichtet werden, ein erstes kleines Vereinscafé in einer ehemaligen Wohnung am Strande 14. Dieses Haus existiert heute nicht mehr.
Ab Januar 1991 etablierte sich dann die AIDS-Hilfe im Verein rat+tat e.V., erste hauptamtliche Mitarbeiter auf ABM-Basis bzw. auch Festanstellung durch das Sozialministerium des Landes MV führten schnell zu einer Stabilisierung der Arbeit des Vereins und einer aktiven Beratungs- und Kulturarbeit.

Neue Büroräume wurden zwischenzeitlich im Gerberbruch bezogen, einschließlich des Vereinscafés „Taubenschlag“. 1998 folgte dann der Entschluss, ein eigenes Haus zu erwerben. Mit viel Enthusiasmus und ehrenamtlicher Arbeit wurde das heutige „Regenbogenhaus“ geschaffen.

Ältere erinnern sich sicherlich noch an die ersten Partys im Rittersaal des Hauses der Demokratie, an die Diskotheken im „Haus der Freundschaft“, „Club 81“ Lindenpark, „Interclub“, „Theater des Friedens“ und die Sommerfeste in der ESG in der Petrikirche.
Eine schwul-lesbische Kulturwoche fand erstmals 1992 mit mehreren Veranstaltungen statt und hatte ihren Höhepunkt dann in der „HanseGAY“ 1995.

Der Verein rat+tat e.V. ist heute aus dem Vereinsleben in der Hansestadt Rostock nicht mehr wegzudenken. Aufklärungs- und Präventionsveranstaltungen an Schulen und Jugendeinrichtungen, Coming out-Arbeit, die Gruppe für ältere Lesben und Schwule „Jahresringe“, die Trans*-Gruppe, die schwul-lesbische Bibliothek und die aktive Beteiligung an der jährlichen Vorbereitung des CSD – vieles könnte man hier sicherlich noch einfügen.

Der Verein rat+tat ist ein aktiver Verein, nicht nur für die Mitglieder sondern für alle - egal ob lesbisch, schwul, bi, Trans* oder...

Einige Bilder aus der Chronik des Vereins

Weitere Bilder in Form einer Galerie werden hier folgen.

Chronik des AIDS-Beratungs Centrums Rostock seit 1991

ACT-UP-Aktion anlässlich des CSD 1992 in Berlin 

Info-Stand im Rahmen einer Aktion der "Grünen" auf dem Brink 1991

Der "neue" Vorstand

Einweihung der "neuen" Büroräume

Die Aufkleber 1992